Je früher Kinder und Jugendliche mit Alkohol in Kontakt kommen, desto riskanter ist ihr späteres Trinkverhalten. Diese Erkenntnis wird anhand einer Studie des Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) um einen entscheidenden Faktor ergänzt: Vor allem die Pubertät ist der Zeitraum, in dem der Konsum von Alkohol ein späteres Suchtverhalten am stärksten beeinflusst.

Da die Pubertät bei Mädchen früher einsetzt, als bei Jungen, ist die riskante Reifungsphase bei den Geschlechtern unterschiedlich und muss bei Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen entsprechend berücksichtigt werden.

„Die neuen Studienergebnisse bestätigen eindrucksvoll, dass ein Hinauszögern des Einstiegsalters beim Alkohol trinken ein wichtiges Präventionsziel bleiben muss”, so Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

In der aktuellen Ausgabe des “Alkoholspiegel“, dem BZgA-Newsletter zur Alkoholprävention, werden unter anderem die Ergebnisse der Studie von einer der Co-Autorinnen, von Dr. Miriam Schneider, vorgestellt. Sie erklärt, wie Alkohol die neurobiologischen Entwicklungsprozesse im Gehirn von Jugendlichen nachhaltig stören kann.

Der „Alkoholspiegel“ bietet außerdem ein Redaktionsgespräch mit Prof. Dr. Elisabeth Pott und Dr. Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV). Das Rauschtrinken unter Jugendlichen war vor fünf Jahren für die PKV Anlass, die BZgA-Jugendkampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ zu unterstützen. „Die gute Zusammenarbeit bei dieser Kampagne wollen wir auch in den nächsten Jahren fortsetzen und gemeinsam den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol weiter fördern“, resümiert Dr. Volker Leienbach.

Zum Download: der Alkoholspiegel

Quelle: BZgA


Erholungsphasen sollten nicht nur in der Urlaubszeit, sondern das ganze Jahr über ermöglicht werden, um dauerhaft zu hohen Stress und Überforderung und damit ein mögliches Burnout-Erleben zu vermeiden. „Angemessene Maßnahmen zur individuellen Entspannung mit psychischer und physischer Regeneration sind regelmäßig wichtig – insbesondere nach besonderen Belastungsphasen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass man sich auch in der urlaubsbedingten Auszeit nicht wirklich entspannen und erholen kann“, meint Prof. Dr. med. Mathias Berger von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), die ihren Sitz in Berlin hat.

„Viele Menschen bemerken erst im Urlaub, wie sehr sie unter Daueranspannung stehen, wie erschöpft und ausgelaugt sie sich fühlen. Diese Erkenntnis kann dann zusätzlich belasten. Auch stellt ein Urlaub meist keine längerfristige Auszeit dar, so dass er oft nicht ausreicht, um genügend regenerieren zu können.“ Personen, die häufig Anspannung erleben und eigene Bedürfnisse zurückstellen, können lernen, wie sie sich regelmäßig erholsame Entspannungsphasen schaffen können. Das Erlernen von Entspannungstechniken – wie vor allem des Achtsamkeitstrainings – ist hilfreich, um im Alltag aktiv Spannungszuständen zu begegnen.

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(Bild: Universität Graz)

Maßnahmen zur Stress- und Burnout-Prävention helfen nicht nur den MitarbeiterInnen, sondern rechnen sich langfristig auch für die Unternehmen.

Stress bei der Arbeit macht immer mehr Menschen krank. Darunter leiden nicht nur die unmittelbar Betroffenen, sondern auch die Unternehmen. Betriebliche Gesundheitsförderung ist zum Zauberwort geworden, um die Leistungsfähigkeit von MitarbeiterInnen zu steigern.

Halbherzige Lösungen sind jedoch zum Scheitern verurteilt, sind Dr. Paul Jiménez und Mag. Kerstin Eibel vom Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz überzeugt. Die beiden ForscherInnen haben anhand von Best-Practice-Beispielen herausgefunden, was Projekte zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz langfristig erfolgreich macht.

“Wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung von betrieblicher Gesundheitsförderung ist, dass sie von oben gewollt ist”, unterstreicht Paul Jiménez eine Voraussetzung, die selbstverständlich erscheint, in der Praxis aber keineswegs immer gegeben sei. “Die Führungsebene muss die Maßnahmen unterstützen.” Das gleiche gelte für die MitarbeiterInnen. “Sie müssen partizipieren und Ideen einbringen können.” Und schließlich seien auch Veränderungen im System und in den Abläufen des Unternehmens nötig. “Das kann heißen, die Arbeitsorganisation zu optimieren oder eine neue Pausenkultur zu entwickeln”, nennt Kerstin Eibel Beispiele.

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Broschüre „Mehr wissen, gesünder leben“

Die Broschüre „Mehr wissen, gesünder leben“ soll Betroffenen und Angehörigen Wissen zum Thema Depression vermitteln.

Das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. hat gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse Schulungsmaterialien entwickelt, um von Depressionen betroffenen Menschen und deren Angehörigen krankheitsspezifisches Wissen zu vermitteln. Dieses soll nun im bundesweiten Netzwerk des gemeinnützigen Vereins eingesetzt werden, um das Angebot psychoedukativer Gruppen zu verbessern.

Depressionen sind inzwischen eine Volkskrankheit: Der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass psychische Krankheiten in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch sind. Unter TK-versicherten Erwerbspersonen (Berufstätige und Arbeitslosengeld-I-Empfänger) gab es 2010 einen Zuwachs psychisch bedingter Fehlzeiten von fast 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Diagnose “Depressive Episode” (F32) belegte im letzten Jahr erstmals den traurigen Spitzenplatz bei den Fehltagen, noch vor Rückenschmerzen und Erkältungen.

Je mehr Menschen mit Depressionen und deren Angehörige über die Krankheit wissen, desto besser können sie sich aktiv an der Behandlung beteiligen und selbst dazu beitragen, die Depression zu überwinden. Dieser Zusammenhang ist wissenschaftlich nachgewiesen und reduziert das Risiko eines Rückfalls.

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Winter-Blues (Bild: Techniker Krankenkasse/Zapf)

Wenn im Herbst der Winter-Blues droht, lindern einige einfache Maßnahmen die Symptome.

Nachdem der Oktober zunächst mit Temperaturen über 25 Grad die Seele wärmte, ist dem Altweibersommer nun endgültig die Puste ausgegangen. Binnen weniger Tage schlägt das Wetter in der Republik um – und vielen Menschen in Deutschland auf das Gemüt. Doch der Winter-Blues lässt sich mit einfachen Mitteln in die Schranken weisen.

Anlässlich des Tags der seelischen Gesundheit befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) 1001 Erwachsene in Deutschland danach, welchen Einfluss Wetter und Jahreszeit auf ihre Stimmung haben: Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) gab an, im Herbst und Winter schlechterer Stimmung zu sein. 17 Prozent antworteten, dass ihnen das Wetter nur dann auf’s Gemüt schlägt, wenn sie ohnehin gestresst sind, und immerhin jeder Zweite ist der Meinung, dass seine Stimmung generell wetterunabhängig sei.

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Wasserglas (Bild: mindflyer.blogger.de)

Halb voll oder halb leer? Wer keinen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit findet, droht auszubrennen.

Es ist vergleichbar mit: Das Glas ist halbvoll oder halbleer. Machen Sie mehr aus Ihrem Leben, sonst frisst die Arbeit Sie auf!

“Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen, solche, die sich zu Tode arbeiten, und solche, die sich zu Tode langweilen.” So bringt Winston Churchill das Problem auf den Punkt. Die Arbeit soll uns fordern, aber nicht überfordern, Spaß machen, Sinn vermitteln und unser täglich Brot finanzieren.

Ein reichlich hoher Anspruch. Zumal von Seiten der Arbeitgeber ein ähnlich hoher Berg an Erwartungen und Anforderungen an uns Arbeitnehmer steht: Arbeit soll effektiver gestaltet werden, Kosten sparen, Werte steigern, innovativ sein. Da kann man leicht aus dem Gleichgewicht geraten, wenn man allem gerecht werden möchte und sich selbst aus den Augen verliert.

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Prävention (Bild: Bosch)

Die DEKRA sieht die Unternehmen in der Pflicht, ein System zu installieren, das etwa Fällen von Burnout vorbeugt.

Unternehmen nutzen zu wenig die Möglichkeiten zur Gesundheitsvorsorge im Betrieb, stellen die Experten von DEKRA fest. Wie aus dem DEKRA Arbeitssicherheitsbarometer 2011 hervorgeht, installieren vier von fünf Unternehmen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in erster Linie, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist.

Der wirtschaftliche Nutzen einer gesunden Belegschaft ist vielen Führungskräften offenbar zu wenig bewusst – trotz der steigenden Zahl von psychischen Erkrankungen, dem demographischem Wandel und dem Fachkräftemangel. Der deutschen Wirtschaft entsteht nach offiziellen Zahlen durch Arbeitsunfähigkeit ein volkswirtschaftlicher Schaden von 43 Mrd. Euro.

“Der technische Arbeitsschutz ist rechtlich klar geregelt, gegen ungesunden Stress gibt es aber keine vergleichbaren Gesetze”, erläutert Sebastian Bartels, DEKRA Konzernbeauftragter Arbeits- und Gesundheitsschutz. “Hier sind die Unternehmen in der Pflicht, ihre Aufgabe selbst wahrzunehmen und ein System zu installieren, das beispielsweise Fällen von Burnout vorbeugt.”

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Freundschaft

Nach dem eigenen Verhalten sind es Freunde/-innen und Angehörige, die am meisten Einfluss auf die persönliche Gesundheit haben, so das Ergebnis einer Studie.

Menschen, die in gesundheitlichen Belangen gut informiert und aktiv sind, gehen zu ihren ungesund lebenden Zeitgenossen/-innen eher auf Distanz – und vergeben damit vielleicht Chancen, Gesundheitsbewusstsein weiter zu geben. Dass ist eines der Ergebnisse des Edelman Health Barometer, einer groß angelegten Gesundheitsstudie, deren Ergebnisse heute erstmals beim European Health Forum Gastein vorgestellt wurden.

Angehörigen und Freunden/-innen wird von den Befragten genauso viel Verantwortung für die persönliche Gesundheit beigemessen wie Ärzten/-innen oder anderen Gesundheitsberufen – das ist eines der Ergebnisse des Edelman Health Barometer, einer groß angelegten Gesundheitsstudie, die beim European Health Forum Gastein präsentiert wurde.

Nach dem eigenen Verhalten sind es 43 Prozent der Befragten zufolge Freunde/-innen und Angehörige, die am meisten Einfluss auf die persönliche Gesundheit haben, mehr als ein Drittel (36 Prozent) ist davon überzeugt, dass Freunde/-innen und Angehörige den größten Einfluss auf ihr Ernährungsverhalten haben.

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Stress im Betrieb

Die IG Metall fordert angesichts der steigenden Zahl an psychischen Erkrankungen in Unternehmen mehr betriebliche Prävention.

Die IG Metall hat vor den Folgen zunehmender psychischer Erkrankungen in der Arbeitswelt gewarnt und von Arbeitgebern und Politik mehr Bereitschaft zur Prävention gefordert. “Mit der rasanten Zunahme von arbeitsbedingtem Stress und psychischer Erkrankungen tickt eine gesellschaftliche Zeitbombe”, sagte Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall in Berlin.

Stress und Burnout hätten längst in Werkstätten, Fabrikhallen und Büros in einem Tempo und einem Ausmaß um sich gegriffen, dass es fahrlässig sei, diese Problem unter ferner liefen zu behandeln. “Wir wollen alle Akteure, die zur Bewältigung dieses Problems beitragen können, aufrütteln”, betonte Urban.

Der Gewerkschafter verwies auf die Ergebnisse einer Umfrage unter Betriebsräten. Danach wird von 86 Prozent der Befragten der Anstieg psychischer Erkrankungen in den Betrieben als ernst zu nehmendes Problem wahrgenommen. Rund 40 Prozent der Betriebsräte geben an, dass psychische Erkrankungen stark bzw. sehr stark im Unternehmen zugenommen haben. Insgesamt 68 Prozent der Betriebsräte geben an, dass arbeitsbedingter Stress und Leistungsdruck in den Unternehmen besonders seit der Krise erheblich gestiegen sind.

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Stress

In einer DAK-Umfrage gaben 78 Prozent der jungen Arbeitnehmer an, dass man am Stress im Job nichts ändern könne.

Stress im Job gehört für drei von vier jungen Arbeitnehmern zum Berufsalltag dazu. So gaben 78 Prozent bei einer repräsentativen DAK-Befragung an, dass man daran ohnehin nichts ändern könne. Die Mehrheit der Befragten spricht (stressbedingte) Konflikte und Probleme von sich aus gegenüber dem Vorgesetzten an. Nur jeder vierte Befragte behält offenbar diese Probleme für sich. Dies ergab der DAK-Gesundheitsreport 2011, in dem junge Erwerbstätige zwischen 18 und 29 Jahren zu Gesundheitsaspekten am Arbeitsplatz befragt wurden.

“Stress ist ein normaler Bestandteil des Lebens und nicht grundsätzlich negativ”, kommentiert Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK die Ergebnisse. “Er wird erst dann zum Problem, wenn er über Wochen und Monate auftritt und die Betroffenen über keine ausreichende Bewältigungsstrategie verfügen”. Die Folge der dauerhaften Überforderung sind dann beispielsweise Schlafstörungen, Herzbeschwerden, Kopfschmerzen bis hin zu Depressionen oder Burnout.

Um einen angemessenen Umgang mit lang anhaltendem Stress zu erlernen, empfiehlt die Krankenkasse Firmen und deren Mitarbeitern das Einrichten eines Betriebliche Gesundheitsmanagements. Im Rahmen dieser Maßnahme können Betroffene in Kursen ihre Stressfallen erkennen und Mittel und Wege erproben, dem Stress besser zu begegnen. Entspannungsmethoden wie beispielsweise das Autogene Training spielen dabei eine wichtige Rolle.

Quelle: DAK

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