“Kinder brauchen eine starke Hand” – eine Weisheit, die in der heutigen Kindererziehung immer weniger Anwendung findet. Nicht so in manchen Staaten der USA: Um den Zuckerkonsum und damit vor allem das Übergewicht unter Jugendlichen zu reduzieren, werden an einigen Schulen keine gesüßten Getränke mehr verkauft.

Wissenschaftler der Universität von Illinois, Chicago, haben nun untersucht, wie effektiv das Zuckerverbot ist. Ihr Fazit: Wer in der Schule keinen Zucker bekommt, unterläuft die starke Hand der Bildungsstätte und deckt sich anderswo ein.

22 Prozent der amerikanischen Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahre sind übergewichtig. Der hohe Konsum von zuckerhaltigen und damit kalorienreichen Getränken dieser Altersgruppe veranlasste das Medizinische Institut der University of Illinois dazu, Schulen aufzufordern, keine klebrigen Flüssigkeiten mehr anzubieten.

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Der Schlankheitswahnin den Medien fordert hohen Tribut: Jugendliche Mädchen reagieren auf die dünnen bis abgemagerten Models sehr sensibel. Spanische Forscher zeigen in der Zeitschrift “Women’s Health Issues” aufs Neue, dass diese Bilder große Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper hervorrufen.

Das in den Medien gezeigte Schlankheitsideal ist fernab der Realität von Schlankheit und Jugend, erklärt die Expertin den Mechanismus. Die Zeitschriften und Fernsehsendungen, die dieses Bild vermitteln, kritisiert sie deshalb vor allem aufgrund ihrem Hang zur Übertreibung.

“Auch das Ausmaß, in dem man seinen eigenen Körper beeinflussen kann, wird völlig unrealistisch dargestellt, sowie auch die Darstellung, wie wichtig es sei, das dargestellte Ideal zu erreichen”, so die Forscherin.

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Immer mehr Menschen leiden an Essanfällen und versuchen damit, ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden. Die Behandlung solcher Essattacken steht im Zentrum der INTERBED-Studie, die eine Arbeitsgruppe zur Verhaltensmedizin unter der Leitung von Professorin Anja Hilbert am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig durchführt. Studienteilnehmende werden gesucht.

Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter der “Binge-Eating”-Störung (BES) – einer Essstörung, bei der häufig Essanfälle auftreten. Während dieser Anfälle verzehren die Betroffenen große Mengen an Lebensmitteln und haben dabei das Gefühl, die Kontrolle über ihr Essverhalten zu verlieren.

Im Gegensatz zu anderen Essstörungen wie der Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Sucht) ergreifen die Betroffenen mit BES jedoch kaum übertriebene Maßnahmen zur Gewichtskontrolle wie selbstherbeigeführtes Erbrechen. Die BES geht häufig mit Übergewicht und Fettleibigkeit einher. Außerdem führt die BES zu psychischem Leid, Lebensqualität und Gesundheit sind vielfach beeinträchtigt. Männer und Frauen sind etwa gleichermaßen von der BES betroffen.

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Zwischen der Konzentration des Nervenbotenstoffs Dopamin im Hirn und der Anfälligkeit für Bulimie haben vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Forschende einen Zusammenhang gefunden. Das könnte der Ausgangspunkt einer neuen Therapie sein.

Schätzungen zufolge sind aktuell etwa 80.000 vorwiegend junge Frauen sowie 8.000 Männer von der Bulimie oder Ess-Brech-Sucht betroffen. Kennzeichen dieser komplexen psychischen Störung sind Heisshungerattacken und unkontrollierte Essanfälle, auf die jeweils Gegenmassnahmen wie etwa Erbrechen oder die Einnahme von Abführmitteln folgen, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden.

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Männer werden nach der Scheidung häufig dicker. Frauen legen dagegen eher nach der Hochzeit zu. Dies gelte nur für über 30-Jährige, bei Jüngeren gebe es keine deutliche Gewichtsänderung, berichtete die Universität Columbus in Ohio.

Die Forscher um den Doktoranden Dmitry Tumin hatten Daten von 10.000 repräsentativ ausgewählten US-Amerikanern analysiert. Das Team präsentierte die Studie auf der Jahreskonferenz der American Sociological Association am Montag in Las Vegas.

Bislang hätten Forscher vor allem die Gewichtsänderung der gesamten Bevölkerung nach Hochzeit und Scheidung betrachtet und daher andere Ergebnisse erhalten. Tumin und Professor Zhenchao Qian von derselben Universität zogen Daten seit 1979 heran, als die Probanden 14 bis 22 Jahre alt waren.

Diese US-Bürger wurden bis 1994 jedes Jahr und danach alle zwei Jahre befragt.So sei das Gewicht der Menschen spätestens zwei Jahre nachdem sich ihr Ehestatus geändert habe erfasst worden.

Die Forscher berücksichtigten in der Auswertung auch andere mögliche Ursachen der Gewichtszunahme wie den sozialen Status oder eine Schwangerschaft.

Originalmeldung: Universität Columbus

Quelle: Ärzte Zeitung

Viele kennen es, dieses plötzliche Bedürfnis nach Süßem oder Fast Food. Man isst, bis das Sättigungsgefühl schon längst der Übelkeit gewichen ist. Doch woher kommen diese Heißhungerattacken, und was kann man dagegen tun? Antworten gibt Dr. Anja Bettzieche, Ernährungswissenschaftlerin der KKH-Allianz.

„Ursache von Heißhungerattacken ist häufig ein zu niedriger oder absinkender Blutzuckerspiegel”, sagt Bettzieche. „Der Zucker im Blut ist lebensnotwendige Energie für alle Körperfunktionen. Heißhunger ist das Zeichen für den Körper, dass er dringend Zucker braucht, um den Blutzuckerspiegel wieder anzuheben.“ Deshalb greift man meistens zu Süßigkeiten. Auch fettiges Essen kann bei Heißhungerattacken eine Rolle spielen. Denn Fett ist ein Aromaträger, und diese Aromastoffe vermindern den Heißhunger.

Psychisch bedingter Heißhunger wiederum wird von Stress und negativen Emotionen ausgelöst, die der Körper durch essen versucht zu vermindern. Denn wenn wir uns satt fühlen, schüttet der Körper Glückshormone aus, was unsere Laune verbessert und uns glücklich macht. Wir essen also der guten Stimmung zuliebe, obwohl der Körper gar keine Nahrung braucht und alles sofort in kleine, fiese Fettpölsterchen einlagert.

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Traurig? Dann kann eine kleine fettige Mahlzeit glücklicher machen. Denn: Fett aktiviert im Darm einen Nervensignalweg, der Glückszentren im Gehirn stimuliert. Das zumindest legen Daten einer kleinen Studie von Forschern aus Leuven, London und Manchester nahe.

Dass Essen und Gefühle sich gegenseitig beeinflussen, ist bekannt: Es gibt Menschen, die Frust oder Stress mit Essen bekämpfen, oder solche, die gerne essen, weil sie dann Glücksgefühle spüren. Auch die Appetitlosigkeit bei Depressionen ist bekannt.

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Immer mehr Mädchen und junge Frauen im Norden sind von Essstörungen betroffen: Nach Schätzungen der Frauenberatungsstelle Eß-o-Eß leiden allein in Schleswig-Holstein rund 400.000 Menschen an Symptomen einer Essstörung. Nach Beobachtungen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gabriele Schiedeck von der Beratungsstelle trifft dies verstärkt Kinder und Jugendliche.

Schulen im Norden haben darauf reagiert und greifen verstärkt auf ein Präventionsprogramm zurück, das Eß-o-Eß und die TK gemeinsam anbieten. Dabei wird den Jugendlichen aus siebten bis 13. Klassen der Zusammenhang zwischen Essverhalten und Gefühlen aufgezeigt und die eigene Ernährung bewertet. Außerdem wird ein kritischer Blick auf Werbung und Schönheitsideale geworfen.

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Die S3-Leitlinien zur Diagnostik und Therapie bei Essstörungen können jetzt auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) abgerufen werden. Sie entstanden unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin in Kooperation mit anderen Fachgesellschaften. Die Partner hoffen, bis Ende des Jahres auch Praxisleitlinien zu erstellen, teilt der Sprecher Professor Stephan Herpertz von der Uniklinik Bochum mit.

Zu den Seiten der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.): http://www.awmf.org/awmf-online-startseite/awmf-aktuell.html

Zum Download der Leitlinie (PDF, 1,66 MByte): http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/051-026l_S3_Diagnostik_Therapie_Essstoerungen.pdf

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/646208/jetzt-s3-leitlinien-essstoerungen-abrufbar.html

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